Mit Hilfe der Membranfiltration lassen sich organisch belastete Abwässer effizient aufbereiten und wiederverwerten. Eine innovative Lösung zur Volumenreduzierung, zur Begrenzung der Umweltverschmutzung und zur Förderung einer nachhaltigeren Landwirtschaft.
Eine innovative Technologie für eine nachhaltige Zukunft
Anwendungsgebiete der Membranfiltration
Die Membranfiltration ist eine innovative Technologie, die in zahlreichen Bereichen eingesetzt wird, darunter die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie die chemische und pharmazeutische Industrie.
Darüber hinaus kann sie eine wesentliche Rolle beim Wasserrecycling spielen, um eine nachhaltige Zukunft mit weniger Umweltverschmutzung zu sichern und die nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.
Von Gülle zu Trinkwasser
Seit einigen Jahrzehnten werden landwirtschaftliche Abwässer zunehmend zur Biogaserzeugung genutzt und anschließend auf Felder ausgebracht. Da diese Abwässer einen hohen Wasseranteil aufweisen, sind Lagerung und Transport vergleichsweise kostspielig.
Um das Volumen zu reduzieren, soll ein erheblicher Anteil des Wassers entzogen werden, wodurch das Lagervolumen verringert und die Transportkosten gesenkt werden.
Von Gülle zu Trinkwasser
Eines der angewandten Verfahren zur Erfüllung dieser Aufgabe ist die Membranfiltration. Da diese Abwässer jedoch eine sehr hohe organische Fracht aufweisen, neigt das Filtrationsverfahren dazu, sich bereits nach wenigen Minuten zuzusetzen (Fouling).
Nach Optimierung des Verfahrensablaufs ist es uns gelungen, den Prozess über 8 Stunden ohne nennenswerten Leistungsabfall zu betreiben.
Entfernung von Schwermetallen
Die Membranfiltration ermöglicht auch die effiziente Entfernung von Schwermetallen aus dem Wasser. Tests an Waschwässern haben gezeigt, dass die Schwermetallkonzentrationen von 16 mg/l auf 3 μg/l reduziert werden konnten.
Reduzierung des Glykolgehalts
Eine geeignet ausgelegte Membranfiltrationsanlage ermöglicht eine erhebliche Reduzierung der Glykolkonzentrationen in den Enteisungsabwässern von Flughäfen.
Fällung
In Kläranlagen werden die anfallenden Schlämme am Ende des Prozesses entwässert, um das Transportvolumen zu verringern und die Kosten für die Schlammverbrennung zu begrenzen. Diese Entwässerung erfolgt in der Regel mittels Zentrifugen oder Pressen.
Da Phosphor und Ammonium zur Eutrophierung von Gewässern beitragen, weisen die anfallenden Presswässer zu hohe Phosphor- und Ammoniumkonzentrationen auf, um direkt eingeleitet zu werden. Eine zusätzliche Behandlung ist daher unerlässlich.
Fällung
Zu diesem Zweck haben wir ein Verfahren entwickelt, das sowohl die Phosphorentfernung als auch eine erhebliche Reduzierung der Ammoniumkonzentration (bis zu 93 %) durch die Fällung von Struvit ermöglicht.
Struvit sind Kristalle, die aus Ammonium, Phosphat und Magnesium bestehen und als Phosphatdünger eingesetzt werden können. Auf diese Weise werden Schadstoffe in wertvolle Ressourcen umgewandelt und gleichzeitig die Umwelt geschützt.
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